Zucht ist für mich weit mehr als das Zusammenführen zweier Hunde. Es ist eine tiefe Verpflichtung. Eine Entscheidung mit Tragweite – für jedes einzelne Lebewesen, das daraus entsteht, und für die Zukunft einer ganzen Rasse. Zucht bedeutet Verantwortung. Und diese endet nicht mit dem Deckakt oder der Geburt eines Wurfes – sie beginnt genau dort.
Mein oberstes Ziel ist es, Deutsche Doggen zu züchten, die nicht nur dem äußeren Rassestandard entsprechen, sondern vor allem innerlich stark, gesund und ausgeglichen sind.
Gesundheit steht für mich hierbei an erster Stelle. Ich bin mir der Herausforderungen dieser Rasse sehr bewusst – und ich nehme sie ernst. Meine Zuchthunde werden sorgfältig ausgewählt und umfassend untersucht. Dazu gehören unter anderem Herzuntersuchungen, HD- und ED-Röntgen, sowie genetische Tests, die Aufschluss über erblich bedingte Erkrankungen geben können. Aber für mich reicht das nicht. Ich beschäftige mich intensiv mit den Hintergründen der Linien, mit Langzeitbeobachtungen und mit der Frage, welche Kombinationen nicht nur kurzfristig vielversprechend, sondern auch nachhaltig sinnvoll sind.
Ich züchte keine „Modedoggen“. Ich züchte keine Kompromisse. Ich züchte mit Bedacht – auch wenn das bedeutet, dass ich länger auf den passenden Wurf warte. In meiner Zuchtstätte werden daher nicht viele Würfe kurz hintereinander fallen.
Das Wesen ist für mich ebenso entscheidend wie die körperliche Gesundheit. Eine Dogge soll kein Angsthund, kein Reizbündel, aber auch kein stumpfer Begleiter sein. Ich achte bei meinen Zuchttieren auf Ausgeglichenheit, Nervenstärke und ein natürliches soziales Verhalten – gegenüber Menschen wie auch anderen Hunden. Ich möchte Doggen, die ihre Ruhe mit Würde tragen, die Nähe suchen, ohne aufdringlich zu sein, und die selbst im Trubel ihren sanften Kern behalten.
Die Aufzucht meiner Welpen ist geprägt von Nähe, Geborgenheit und Alltagsleben. Sie wachsen inmitten meiner Familie auf – mit Menschenkontakt, mit Geräuschen, mit Reizen, aber nie überfordert. Vom ersten Atemzug an begleite ich sie aufmerksam, individuell und mit ganzem Herzen. Ich beobachte genau, wie sich jedes einzelne entwickelt – mit welchem Wesen, welchem Tempo, welchen Bedürfnissen.
Mir ist wichtig, dass meine Welpen lernen, dem Menschen zu vertrauen. Dass sie ein gutes Bauchgefühl entwickeln, die Welt neugierig und sicher entdecken. Dafür nehme ich mir viel Zeit – und ich tue das mit einer Leidenschaft, die sich nicht in Worte fassen lässt.
Die Abgabe erfolgt bei mir frühestens nach der achten Woche – nie nach starren Fristen, sondern dann, wenn die Welpen so weit sind. Ich gebe meine Hunde nicht an „irgendwen“. Ich möchte wissen, wohin sie gehen. Ich führe intensive Gespräche, beantworte Fragen ehrlich und offen – auch die schwierigen. Erwarte dies aber genau so von den potentiellen Welpeneltern. Ich lege großen Wert darauf, dass zwischen Mensch und Hund ein echtes Band wachsen kann.
Damit dies gelingt: Die zukünftigen Familien suchen sich bei mir keinen Welpen aus – ich finde den passenden Welpen für die passende Familie.
Jeder meiner Welpen hat von Anfang an eine eigene Persönlichkeit, ein eigenes Tempo, eigene Bedürfnisse. Und genau diese Unterschiede lerne ich in den Wochen der Aufzucht sehr genau kennen. Genauso intensiv nehme ich mir Zeit, die Menschen kennenzulernen, die einem meiner Schützlinge ein Zuhause geben möchten. In einem persönlichen Gespräch sprechen wir offen über Lebensumstände, Erfahrungen, Erwartungen – und auch über mögliche Grenzen.
Ich sehe es als meine Verantwortung, beides zusammenzuführen: Welpe und Mensch – so, dass es langfristig passt. Nicht nach Aussehen oder spontaner Sympathie, sondern nach Tiefe, Charakter und Lebenswirklichkeit.
Denn mein Ziel ist nicht nur die Abgabe eines Hundes – mein Ziel ist eine Verbindung, die trägt. Ein gemeinsames Leben, das von Anfang an auf Vertrauen basiert.
Auch nach der Abgabe endet meine Verantwortung nicht. Ich bleibe Ansprechpartnerin – für Fragen, für Sorgen, für geteilte Freude. Ich bin da – mit Erfahrung, mit Herz und dem Versprechen, dass kein Hund aus meiner Zucht je vergessen wird.
Diese Zucht ist mein Weg, der Deutschen Dogge das zurückzugeben, was sie mir schenkt: Vertrauen, Tiefe, und das Gefühl, genau am richtigen Platz zu sein.
